Review zu "Dark Alleys – Penumbra Motel"

Entgegen der Aufschrift auf der Verpackung handelt es sich bei diesem Titel nicht um ein Wimmelbildspiel, sondern vielmehr um ein kleines Casual-Adventure, das wirklich keinerlei Wimmelbildeinlagen enthält. Schauplatz der Handlung ist das verfallene Penumbra Motel und dessen Umgebung, wo ein kleines Mädchen namens Monica von einer dunklen Gestalt entführt und gefangen gehalten wird. Im Mittelpunkt hinsichtlich des Gameplays stehen das Erforschen der vielen düsteren Locations, das Anwenden dort gefundener Objekte und das Lösen diverser Logikrätsel und Minispiele.

Verpackung, Handbuch und Installation

Verpackt ist das Spiel in einer einfachen DVD-Box, in der sich die Spiel-CD, eine Info-Karte zum Thema „Spuk in Hotels“ und das zweiseitige Beiblatt befinden. Letzteres gibt eigentlich nur Informationen zur Installation, alle weiteren Infos zur Steuerung des Spieles finden sich dann im Spiel selber (Hauptmenü und optionales Tutorial). Die Installation verlief problemlos und es wurden ca. 450MB an Daten auf die Festplatte übertragen. Zusätzlich installiert sich (wie bei allen Big Fish Games) automatisch auch der Big Fish Games Manager, in dem alle installierten Spiele zentral verwaltet werden. Nach der Deinstallation des eigentlichen Spieles muss auch dieser Manager noch manuell deinstalliert werden, sofern man ihn nicht mehr für andere Titel dieser Firma nutzt. In den Spieloptionen können Einstellungen für die Lautstärken (Musik, Sound) und die Grafik (Vollbild, Fenster, Breitbild, Mauszeiger) vorgenommen werden. Beginnt man ein neues Spiel, muss für das jeweilige Spielerpofil ein Schwierigkeitsgrad (leicht/normal/schwierig) festgelegt werden, der später die Verfügbarkeit der Hilfefunktionen im Spiel steuert. Für erfahrene Adventurespieler sollte auch die Einstellung „schwierig“ überhaupt kein Problem darstellen. Der aktuelle Spielstand wird später automatisch im jeweils aktiven Spielerprofil abgelegt.

Story und Rätsel

Das kleine Mädchen Monica wird an einer Tankstelle von einer dunklen Gestalt überwältigt und zum nahe gelegenen Penumbra Hotel gezerrt. Um das verängstigte Mädchen zu befreien, muss man das verfallene Motel und dessen düstere Umgebung auf Hinweise durchsuchen. Dabei trifft man auf die Geister der Menschen, die einst hier gelebt haben und denen Schreckliches widerfahren ist. Die Story ist leider nicht sonderlich originell und spannend, bildet zumindest aber einen ausreichenden Rahmen für die innerhalb des Spieles zu erledigenden Aufgaben. Im Vordergrund stehen dabei ganz klar das Erkunden der Locations, das Aufsammeln und Anwenden von Gegenständen, sowie das Lösen diverser Logikaufgaben und Minispiele, um weitere Schauplätze öffnen zu können und letztendlich den Raum zu finden, in dem Monica gefangen gehalten wird. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles bewegt sich durchwegs im sehr einfachen Bereich. Entgegen der Angabe auf der Verpackung sind keine typischen Wimmelbildszenen enthalten und somit ist der Titel eher als Casual-Adventure einzustufen. Über eine Spieldauer von etwa 5-6 Stunden bietet das Spiel kurzweilige Unterhaltung ohne nennenswerte spielerische Herausforderung.


Grafik, Sound und Sprachausgabe

Die düsteren Schauplätze im und um das Penumbra Motel herum sind detailreich gestaltet und laden zum Erkunden ein. Diverse Hintergrundanimationen und Effekte vervollständigen den ansprechenden optischen Eindruck. Die Charaktere im Spiel sind real gefilmte Personen (FMV), die später in die virtuelle Umgebung eingebunden wurden, was technisch einwandfrei umgesetzt wurde. Die schauspielerischen Leistungen hingegen wirken durchwachsen, sind jedoch für die Spielinhalte ohnehin nicht sonderlich relevant. Die gelegentlich vorkommenden Sprachausgaben sind in Englisch und wurden mit deutschen Untertiteln versehen. Untermalt wird die Handlung von dezenter Musik in Verbindung mit stimmigen Hintergrundgeräuschen und Soundeffekten.


Gameplay

Die Erkundung der Spielwelt erfolgt durchgehend aus der 1st-Person-Perspektive, wobei die Steuerung ausschließlich über die Maus erfolgt. Die Hotspots und damit verbundenen Interaktionsmöglichkeiten werden über die Form des Mauszeigers angezeigt. Alle eingesammelten Gegenstände landen automatisch im Inventar am unteren Bildschirmrand und können vor dort aus auf Hotspots in der Spielwelt angewendet werden. Das Kombinieren von Gegenständen innerhalb des Inventars ist leider nicht vorgesehen. Alle erlangten Informationen werden automatisch und gut bebildert in einem Tagebuch mitgeschrieben, dem man später dann auch Hinweise zur Lösung diverser Rätsel entnehmen kann. Kommt man an einem Punkt im Spiel nicht mehr weiter, so kann man sich abhängig vom eingestellten Schwierigkeitsgrad über das Hilfesystem Hinweise geben oder Aufgaben automatisch lösen lassen. Der aktuelle Spielfortschritt wird automatisch im aktiven Profil abgespeichert. Technisch funktionierte das Spiel einwandfrei.


Zusammenfassung

Über eine Spieldauer von etwa 5-6 Stunden bietet “Dark Alleys – Penumbra Hotel” kurzweilige Unterhaltung ohne große Herausforderung für den Spieler. Anders als auf der Verpackung angegeben, sind keine typischen Wimmelbildszenen enthalten und somit ist der Titel eher als Casual-Adventure einzustufen. Hauptaufgaben sind das Erkunden der düsteren Schauplätze im und um das Penumbra Motel herum, das Aufsammeln und Anwenden von Gegenständen, sowie das Lösen von Logikaufgaben und Minispielen. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles bewegt sich für Adventurespieler eindeutig im sehr einfachen Bereich und zudem sind noch umfangreiche Hilfefunktionen vorhanden. Grafisch präsentiert sich das Spiel mit detailreich gestalteten Locations und realen Schauspielern (FMV) durchaus ansprechend. Die gelegentlichen Sprachausgaben sind in Englisch, jedoch mit deutschen Untertiteln versehen.

Spiel-Datenblatt / Game-Datasheet

Entwickler/Developer ERS Game Studios
Publisher Astragon / Big Fish Games
Plattform/Platform PC (CD)
Perspektive/Perspective 1st-Person
Steuerung/Control Point&Click
Altersfreigabe/Rating USK12
Anmerkungen/Remarks keine Wimmelbilder


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