Review zu "Mystery Case Files – 13th Skull"

Besonders die Spiele aus der Reihe „Mystery Case Files“ von den Big Fish Games Studios sind stark von adventuretypischen Elementen geprägt und tragen völlig zurecht die Bezeichnung „Wimmelbild-Adventure“. Im Prinzip handelt es sich um Casual-Adventures mit Wimmelbild-Einlagen, also Spiele die auf jeden Fall auch viele Adventurefans ansprechen dürften. Der zuvor erschienene Teil „Dire Grove“ und der aktuelle Titel „13th Skull“ lassen zudem durch den Einsatz von FMV (Full Motion Video) mit realen Personen aufhorchen. Freigegeben ist das Spiel ab 6 Jahren laut USK-Freigabe.

Verpackung, Handbuch und Installation

Verpackt ist das Spiel in einer einfachen DVD-Box, in der sich die Spiel-CD und das zweiseitige Beiblatt befinden. Letzteres gibt primär eigentlich nur Informationen zur Installation, alle weiteren Infos zur Handhabung des Spieles finden sich dann im Spiel selber. Die Installation verlief problemlos und es wurden ca. 644MB an Daten auf die Festplatte übertragen. Zusätzlich installiert sich (wie bei allen Big Fish Games) automatisch auch der Big Fish Games Manager, in dem alle installierten Spiele zentral verwaltet werden. Nach der Deinstallation des eigentlichen Spieles muss auch dieser Manager noch manuell deinstalliert werden, sofern man ihn nicht mehr für andere Titel dieser Firma nutzt. In den Spieloptionen können neben den verschiedenen Lautstärken (Musik, Umgebung, Effekte) und Grafikeinstellungen (Vollbild, Fenster, Breitbild) auch noch deutsche Untertitel und Hotspot-Beschriftungen eingestellt werden. Zudem findet sich dort auch eine kurze Anleitung zur Steuerung des Spieles. Der aktuelle Spielstand wird automatisch im jeweils aktiven Spielerprofil abgelegt.

Story und Rätsel

Die Handlung dreht sich um einen alten Piratenschatz in den Sümpfen Louisianas und den damit verbundenen Fluch. In der Rolle eines auf paranormale Ereignisse spezialisierten Detektivs muss man die Hintergründe des spurlosen Verschwindens des jungen Familienvaters Markus Lawson aufklären. Kurz nach dem Einzug in ein halb verfallenes Anwesen ist dieser vor den Augen seiner Tochter Magnolia verschwunden, die behauptet, dass ihr Vater vom Geist eines rachsüchtigen Piraten entführt wurde. Sara Lawson, seine verzweifelte Ehefrau, wendet sich an uns, mit der Bitte, diesen unheimlichen Fall aufzuklären und ihren Mann zu finden. Ist etwas dran an dem Piratenfluch und was hat es mit den 13 Schädeln auf sich? Die düstere Story ist durchaus interessant und gegen Ende der weitestgehend linear erzählten Geschichte erwartet den Spieler nochmals eine unerwartete Wendung. Um mehr über die Hintergründe zu erfahren und letztendlich das Geheimnis zu lüften, muss man sich nach und nach durch die abwechslungsreichen Rätsel und Aufgaben arbeiten, die allesamt sehr gut in den Spielverlauf eingebettet sind. Neben zahlreichen Wimmelbildeinlagen, bei denen man für den Spielverlauf wichtige Gegenstände erlangt, bietet das Spiel auch verschiedenste Elemente aus dem Adventuregenre. Darunter finden sich neben Minispielen beispielsweise auch inventar- bzw. objektbezogene Aufgaben, Kombinationsrätsel, Logikaufgaben, Coderätsel oder Schieberätsel. Darüber hinaus müssen auch Dialoge mit den verschiedenen Charakteren geführt werden, allerdings klickt man sich dabei nur durch vorgeschlagene Themen, um weiterführende Informationen zu erhalten. Oftmals ergeben sich daraus auch Aufgaben, bei denen vorgegebene Gegenstände in der Spielwelt gefunden und der jeweiligen Person überbracht werden müssen, bevor diese weitere Informationen herausrückt. Der Schwierigkeitsgrad liegt aufgrund der Hilfefunktionen und permanenten Führung des Spielers besonders auch für geübte Adventurespieler grundsätzlich im eher einfachen Bereich. Trotzdem muss man aufmerksam die Spielumgebung erkunden und sollte jederzeit Papier und Bleistift zur Hand haben. Über die Spieldauer von etwa 8-10 Stunden bietet „Mystery Case Files – 13th Skull“ ansprechende und abwechslungsreiche Unterhaltung, die sich sehr nahe am Adventuregenre bewegt und entsprechend auch viele Adventurespieler ansprechen dürfte.


Grafik, Sound und Sprachausgabe

Ein Highlight des Spieles ist die Verwendung von FMV-Technik (Full Motion Video), bei der reale Personen gefilmt und in eine virtuelle Umgebung eingebunden wurden. Im Vergleich zu vielen anderen FMV-Spielen zeigt sich hier eine technisch sehr ausgereifte Umsetzung, durch die sich die realen Charaktere hervorragend und nahtlos in die virtuelle Spielumgebung einfügen. Auch die Schauspieler selber liefern dabei eine durchaus ansprechende Leistung ab. Die Videos sind übrigens in Originalsprache (Englisch) und nur mit deutschsprachigen Untertiteln versehen, die bei Bedarf in den Spieloptionen aktiviert werden können. Besonders gut wirkt bei manchen Charakteren der starke Südstaaten-Dialekt. Die zahlreichen und oftmals düsteren Locations rund um das halb verfallene Anwesen sind detailreich gestaltet und laden zum Erkunden ein. Untermalt wird die Handlung von einem sehr guten und abwechslungsreichen Soundtrack in Verbindung mit stimmigen Soundeffekten.


Gameplay

Die Erkundung der Spielwelt erfolgt durchgehend aus der 1st-Person-Perspektive. Abgesehen von der Eingabe eines Computer-Passwortes an einer bestimmten Stelle im Spiel erfolgt die gesamte Steuerung ausschließlich über die Maus. In den Optionen kann eine Beschriftung für die Hotspots eingestellt werden, die sich zeigt, sobald man einen Hotspot mit dem Mauszeiger berührt. Alle erlangten Informationen werden automatisch und gut bebildert in einem Tagebuch mitgeschrieben, dem man später dann auch Hinweise zur Lösung diverser Rätsel entnehmen kann. Die aktuell anstehende Aufgabe wird permanent im unteren Bildschirmbereich eingeblendet, wo sich auch das Inventar befindet. Kommt man an einem Punkt im Spiel nicht mehr weiter, so kann man sich über das Hilfesystem spezifische Hinweise geben lassen. Auch bei den zahlreichen Wimmelbildeinlagen kann man sich Unterstützung vom Hilfesystem geben lassen, wenn sich ein Gegenstand mal nicht finden lässt. Der aktuelle Spielfortschritt wird automatisch im aktiven Profil abgespeichert. Technisch funktionierte das Spiel absolut einwandfrei.


Zusammenfassung

Die Titel aus der Reihe „Mystery Case Files“ bewegen sich nahe am Adventuregenre und dürften daher auch viele Adventurefans ansprechen. Im aktuellen Titel „13th Skull“ (wie auch schon im Vorgänger „Dire Grove“) kam zudem die FMV-Technik (Full Motion Video) zum Einsatz, was einen zusätzlichen Anreiz schafft. Reale Personen wurden dabei gefilmt und in die virtuelle Spielwelt eingebunden, was technisch im Vergleich zu vielen anderen Spielen sehr gut realisiert wurde. Die Sprachausgaben wurden in Originalsprache (Englisch) belassen, allerdings sind deutschsprachige Untertitel verfügbar. Die interessante Geschichte um das Verschwinden eines jungen Familienvaters und das Geheimnis eines alten Piratenfluchs bietet über die Spieldauer von etwa 8-10 Stunden ansprechende Unterhaltung, die neben diversen Wimmelbildeinlagen eben auch sehr viele adventuretypische Aufgaben und Rätsel bereithält. Abgerundet wird der gute Gesamteindruck von einem stimmigen und abwechslungsreichen Soundtrack. Technisch funktionierte das Spiel absolut einwandfrei. Auch viele Adventurefans dürften Gefallen an diesem Titel finden, der völlig zurecht die Bezeichnung „Wimmelbild-Adventure“ trägt.

Spiel-Datenblatt / Game-Datasheet

Entwickler/Developer Big Fish Games Studios
Publisher Astragon
Plattform/Platform PC (CD)
Perspektive/Perspective 1st-Person
Steuerung/Control Point&Click
Altersfreigabe/Rating USK6
Anmerkungen/Remarks Wimmelbild-Adventure


Kommentare zum Review / Comments on the Review